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Im Siebenbürger Alten- und Pflegeheim Rimsting am Chiemsee leben einige über hundertjährige Heimbewohnerinnen. Eine von ihnen ist Maria Schieb, mit 106 Jahren die wahrscheinlich älteste Siebenbürger Sächsin. Einer der Rimstinger Bürgermeister hat einmal bei einem Besuch im Heim gesagt: „Viele der Siebenbürger Sachsen hier im Heim erreichen deswegen ein hohes Alter, weil sie ein besonderer Menschenschlag sind, hier in der guten Luft des Chiemgaus leben und im Heim sehr gut betreut werden.“ Er könnte Recht haben.

Unsere Heimbewohnerin Maria Schieb wurde am 29. Juli 1913 in der Gemeinde Kreisch bei Schäßburg geboren. Die Volksschule besuchte sie in ihrem Heimatort. Danach folgte die Haushaltsschule in Mediasch. Mit 20 Jahren ging sie nach Österreich, um im Mutterhaus der Diakonissen in Gallneukirchen ihre dreijährige Ausbildung zur Diakonissenschwester zu absolvieren. Von 1937 bis 1945 arbeitete sie im Kronstädter Säuglingsheim. Nach dem Krieg arbeitete sie bis 1961 weiter in Kronstadt, in einem Kinderkrankenhaus. Dann folgte ihre Auswanderung nach Deutschland.

Hier begann für Maria Schieb ein neuer Lebensabschnitt. Sie fand Arbeit in der Braunschweiger Frauenklinik, wo sie bis zum wohlverdienten Einzug in den Ruhestand im Jahr 1973 beschäftigt war. Anschließend war sie noch sechs Jahre ehrenamtlich bei der evangelischen Kirche in Braunschweig tätig. Nach ihrem Umzug nach Erding in Bayern war sie auch hier noch weitere zehn Jahre bei der evangelischen Kirche ehrenamtlich tätig. Nach zwei Jahren bei Verwandten in Nürnberg ist sie am 15. August 2001 in unser Heim gezogen, wo für sie ein weiterer Lebensabschnitt begann.

Nun ist Maria Schieb schon über 18 Jahre in unserem Heim. Sie war in all diesen Jahren eine doch eher stille, zurückhaltende Frau, hat aber, wenn es sein musste, schon ihre Meinung geäußert. Sie hat immer ein sehr diszipliniertes Leben geführt. Die Zeit verging und eines Tages, am 29. Juli 2013, konnte sie Ihren 100. Geburtstag bei voller geistiger Verfassung feiern. Vor einem Jahr las sie noch täglich die Chiemgau-Zeitung, wenn auch nicht von der ersten bis zur letzten Seite, denn vor allem die Tagespolitik interessierte sie, und sie hatte ihre persönliche Meinung zum gelesenen. Seit Monaten liest sie nicht mehr und lebt zurückgezogen in ihrem Zimmer, gut und liebevoll betreut vom zuständigen Personal. Es ist stiller geworden um sie, still war es auch am 29. Juli, ihrem 106. Geburtstag.

Wir wünschen unserer ältesten Heimbewohnerin und vermutlich weltweit ältesten Siebenbürger Sächsin weiterhin eine gute Zeit in unserem Heim in Rimsting.

Werner Philippi

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